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Dialyse
Andere Apheresen
Klinisch relevant sind folgende Apherese-Anwendungen bei:
  • trockener Makuladegeneration
  • Hörsturz
  • rheumatoider Arthritis
  • ideopathischer dilatativer Cardiomyopathie
  • chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
  • Pilzvergiftungen
  • Tumorerkrankungen zur Entfernung von Tumornekrosefaktorinhibitoren

Behandlung von Auto-Immunerkrankungen

Ein gestörtes Gleichgewicht zwischen entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Immunzellen, sowie die Entwicklung von sogenannten Autoantikörpern - also Antikörpern gegen körpereigene Zellen - wird als Ursache von Erkrankungen mit autoimmunologischem Schwerpunkt gesehen. Studien haben gezeigt, dass Patienten von der Apherese als nebenwirkungsarmem Therapieverfahren sehr profitieren.

Bei der Apherese zur Therapie von Autoimmunverfahren, werden über ein spezielles Säulensystem bei der sogenannten Immunapherese unerwünschte Antikörper entfernt.

Durchführbar ist das Verfahren bei
  • chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) zur Entfernung von speziellen weißen Blutkörperchen
  • rheumatoider Arthritis zur Entfernung von Rheumafaktoren und spezialisierten weißen Blutkörperchen
  • der idiopathischen dilatativen Cardiomyopathie (DCM) zur Entfernung von körpereigenen Antikörpern, die die Herzmuskelzelle attackieren
  • der trockenen Makuladegeneration (einer Erkrankung der Netzhaut des Auges), wobei die Genese der Erkrankung noch nicht schlüssig geklärt ist und neben der Autoimmungenese wohl Störungen der Mikrozirkulation eine Rolle spielen. Die vom Verlust der Lesefähigkeit bedrohten Patienten profitieren sehr von der Apherese.

Behandlung von Mikrozirkulationsstörungen
Patienten mit Hörsturz und trockener Makuladegeneration profitieren in Studien sehr von speziellen Aphereseverfahren, die letztlich zu einer Verbesserung der Durchblutung in den betroffenen feinsten Gefäßkapillaren der betroffenen Organe f ühren.

Behandlung von Vergiftungen (z.B. Pilzvergiftungen)

Bei schwersten Vergiftungen, wie z.B. bei einer Vergiftung durch Knollenblätterpilze kann zur Vermeidung einer Leberzerstörung das Gift mittels Hämoperfusion aus dem Körper entfernt werden. Bei dieser Sonderform der Apherese wird ein Kohlefilter eingesetzt, der die Giftstoffe an sich binden kann.

Behandlung von fortgeschrittenen Krebserkrankungen

Der Therapieansatz der Apherese bei Krebserkrankungen, deren andere Therapieoptionen bereits ausgeschöpft sind, ist das Entfernen von Inhibitoren (körpereigenen Gegenspielern) von Tumorabwehrstoffen (Inhibitoren von Tumornekrosefaktoren). Diese werden mittels spezieller Blutwäsche entfernt, um den Organsimus mit einem Optimum an eigener Tumorabwehr auszustatten. Hierbei handelt es sich um eine neue Behandlungsform im experimentellen Stadium.
pfeil
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