Sie befinden sind hier: Startseite > Peritonealdialyse

Dialyse
Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse)
Synonym: Bauchfellspülung

Bei der Peritonealdialyse wird das Bauchfell mit seiner relativ großen Oberfläche (bis 2 Quadratmeter) als semipermeable Austauschmembran genutzt.

Das Prinzip ähnelt der Hämodialyse, jedoch findet der Austauschprozess nicht außerhalb, sondern innerhalb des Körpers (intrakorporal) statt. Dabei gelangen ca. 2 Liter Dialysierflüssigkeit über einen in die Bauchdecke eingepflanzten Katheter (Tenckhoffkatheter) in die freie Bauchhöhle und werden nach einer definierten Kontaktzeit mit dem Bauchfell wieder ausgeleitet. Hierbei findet der Stoffaustausch über die Kapillaren des Bauchfells statt. Der Ein- und Auslauf wird vom Patienten in der Regel 4 x am Tag vorgenommen mit einem ungefähren Zeitbedarf von 45 Minuten pro Wechsel.

Die kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse (CAPD) bietet dem Patienten als Heimverfahren vergleichsweise viel Freiheit zur persönlichen Zeiteinteilung. Die Organisation, Anlage und professionelle Betreuung werden über unsere Praxis sichergestellt. Leider ist das Verfahren in der Regel nur bei vernünftiger Restdiurese (Rest-Nierenfunktion) anwendbar. Die Peritonealdialyse ist das Verfahren der Wahl bei dialysepflichtigen Kindern.

Hauptkomplikation der Peritonealdialyse ist die akute Entzündung des Bauchfelles (Peritonitis) durch das Verschleppen von Bakterien in die freie Bauchhöhle. Daher ist beim Umgang mit dem Bauchdeckenkatheter maximale Hygiene erforferlich. Der Anschluß des eingepflanzten Teckhoffkatheters an einen speziellen Ein-Auslaufbeutel erfolgt über eine sogenannte Konnektierhilfe, die bei korrekter Anwendung eine sterile Verbindung ermöglicht.

Wir bieten die Betreuung und intensive Schulung von Peritonealdialysepatienten an - Tenckhoffkatheterimplantationen werden im DRK-Krankenhaus Alzey laparoskopisch (mittels Bauchspiegelung) durchgeführt.
pfeil
pfeil