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Innere Medizin

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Moderne Wundbehandlungsstrategien
Grundvoraussetzung der Wundbehandlungsstrategie ist die strenge Entlastung der betroffenen Region durch spezielle Entlastungsschuhe, Gehstützen, Orthesen oder auch Bettruhe. Jegliches Wundbehandlungskonzept ist ohne die geeignete lokale Entlastung zum Scheitern verurteilt. Auch die optimale Blutzuckereinstellung und das Weglassen von Noxen (Nikotin/Alkohol) sind unerlässlich. Eine systemische Antibiotikatherapie ist im Regelfall notwendig.

Das Wundbehandlungskonzept eines diabetischen Ulcus sollte strengen Richtlinien gehorchen.

Steriles Arbeiten ist in Anbetracht der besonders ausgeprägten Infektionsgefährdung der Wunde obligat. Nach Abtragen von Hornhautschwielen am Ulcusgrund und subtiler Entfernung abgestorbener Gewebsanteile (Nekrosen) mit sterilem Instrumentarium, haben sich sogenannte Hydrokolloidverbände bewährt. Mit verschiedenen Wundauflagen, geleeartigen Salben oder Gelplatten, die jeweils Feuchtigkeit an sich binden können, wird ein feuchtes Wundmilieu mit gleichzeitigem Schutz vor äußerer Keiminvasion erreicht. Dies fördert die Bildung von Granulationsgewebe (gut durchblutetes Ersatzgewebe am Ulcusgrund). Die Wundpflege muss durch geschulte Personen in kurzen Abständen (anfangs täglich) erfolgen. Falls eine primäre Nekroseabtragung nicht in Frage kommt, sind nach Möglichkeit feuchte Nekrosen in trockene zu überführen. Keinesfalls darf ohne Klärung der Durchblutungssituation (im Regelfall durch eine Röntgenkontrastdarstellung der Arterien = Angiographie) eine Teilamputation erfolgen, da die Abtragungszone ohne ausreichende Durchblutung nicht heilen würde
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