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Präventivmaßnahmen des diabetischen Fußsyndroms
Die Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung von Ulzerationen und ihren gefürchteten Komplikationen im Fußbereich zählen zu den wichtigsten Aufgaben der Betreuung diabetischer Patienten. Dabei ist eine besondere Aufmerksamkeit dem hochgefährdeten Patienten mit Risikomerkmalen zu widmen. Hier ist bei jeder Arztkonsultation die Fußinspektion unerlässlich.

Generell sind zur Prophylaxe eines diabetischen Fußsyndroms Risikofaktoren und Noxen auszuschalten. Damit ist die Optimierung der diabetischen Stoffwechselage, Einstellung des Hypertonus und gezielte Behandlung von Fettstoffwechselstörungen gemeint. Übergewicht sollte reduziert, Rauchen und Alkoholkonsum sollten eingestellt werden.

Hochgefährdete Patienten bieten das Vollbild des diabetischen Spätsyndroms mit Fußulcera in der Vorgeschichte in Kombination mit einer diabetischen Polyneuropathie. Besondere Gefährdung bedeutet auch eine wie auch immer geartete Fußdeformität.

Alarmsignale sind:
bereits vorhandene Druckstellen (Hyperkeratosen)
verminderte Schweißsekretion der Füße mit rissiger, trockener Haut
Wachstumsstörungen der Zehennägel

Vordringlich ist das Vermeiden jeder noch so kleinen Hautverletzung. Diese Zielsetzung haben folgende Maßnahmen:
Sorgfältiges Abtrocknen der Zehenzwischenräume nach dem Waschen, besser lauwarm trockenfönen
Eincremen der Füße, um die extrem trockene Haut geschmeidig zu halten und Einrisse zu verhindern
Abtragen von Hornhautschwielen und Hyperkeratosen (vermehrte Verhornung) durch geschultes Personal
Sorgfältige Nagelpflege
Nicht barfuß laufen, um Bagatellverletzungen zu vermeiden
Keine Anwendung von Heizkissen, Wärmflasche oder Höhensonne an den Füßen (Verbrennungsgefahr)
Temperaturkontrolle mittels Thermometer vor dem Fußbad (Verbrühungsgefahr)
Vermeidung und ggf. frühzeitige Therapie von Fußpilzinfektionen
Gutes Fußklima durch Strümpfe aus Naturmaterialien (Baumwolle/Wolle)
Abtasten der Schuhsoleninnenfläche mit der Hand vor dem Anziehen des Schuhes zum Erkennen von Fremdkörpern, Falten, Nägeln
Inspektion der Füße durch Hilfsperson oder mittels Spiegel
Besondere Schuhversorgung

Schuhwerk beim diabetischen Fuß:
Schuhe müssen bequem sein mit möglichst weichem Oberleder
Zu enges modisches Schuhwerk verursacht Druckstellen
Zur Entlastung des Vorfußes sind flache Absätze notwendig
Die Schuhe sollten leicht und nicht zu steif sein
Eine gut gepolsterte Innensohle ist wichtig
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